Hardehausen „heute“ könnte man als Bildungsstandort mit hohem touristischen Wert bezeichnen. Das ehemalige Zisterzienserkloster (Aufhebung 1803) wird mit den anderen Gebäuden der Klosteranlage von mehreren katholisch geprägten Bildungseinrichtungen genutzt:

  • Jugendhaus Hardehausen, Jugendbildungsstätte des Erzbistums Paderborn
  • Katholische Landvolkshochschule Anton Heinen
  • Diözesanstelle Berufungspastoral, unter Mitarbeit von dort residierenden Schwestern der Franziskanerinnen Salzkotten.

Es gibt also (wieder) klösterliches Leben in Hardehausen. Das einen Spaziergang weit liegende, vom Land NRW betriebene Waldinformationszentrum Hammerhof mit Wisentgehege bestärkt den Bildungsschwerpunkt von Hardehausen. Gastronomische Betriebe in unmittelbarer Nähe tragen zur touristischen Attraktivität des Klosters in waldreicher Lage bei.

Sehenswert: Der frühgotische Kreuzgang (restauriert in der Barockzeit), Mauerreste und Bodendenkmal der 1812 abgebrochenen Klosterkirche (Säulenbasilika aus dem 12. Jahrhundert), Michaelskapelle (Gebeinhaus) aus dem 13. Jahrhundert, Parkanlage mit Fischteichen, Gartenhaus des westfälischen Barockbaumeisters Franz Christoph Nagel.

Jugendhaus Hardehausen und
Kath. Landvolkshochschule «Anton Heinen»
des Erzbistums Paderborn

Abt-Overgaer-Straße 1 · 34414 Warburg-Hardehausen

Tel. 05642 6009-0 (Jugendhaus)
www.jugendhaus-hardehausen.de

Tel. 05642 9823-0 (Landvolkshochschule)
www.landvolkshochschule-hardehausen.de

Klosterkultur
Gottesdienste sonntags 9.00 Uhr
Öffnungszeiten
  • Außengelände: ständig
  • Kreuzgang: 10–17 Uhr, sonntags 10–13 Uhr
Führungen nein
Veranstaltungen durch die ansässigen Einrichtungen, siehe Webseiten
Klostertourismus
Parkmöglichkeit ja
ÖPNV-Anbindung Bus
Besichtigung/Eintritt Außengelände, Kreuzgang
Lokale Besonderheiten Waldinformationszentrum „Hammerhof“ und Wisentgehege über Wanderweg nach ca. 3km zu erreichen
Gastronomie Café und Gasthaus in der Nähe
1140 Gründung durch Bischof Konrad von Oesede
nach 1648 Bau der noch erhaltenen Klostergebäude
1803 Aufhebung in Zuge der Säkularisation
1812 Abbruch der alten Klosterkirche

Angesichts einer zunehmenden Verweltlichung des Klosterlebens strebte die im 12. Jahrhundert von Frankreich ausgehende Reformbewegung der Zisterzienser eine Rückkehr zu Armut und Askese an. Auf Initiative des Paderborner Bischofs Bernhard I. von Oesede kamen 1140 Angehörige dieses Ordens nach Hardehausen, es war ihre erste Niederlassung in Westfalen.

Die weitläufige Klosteranlage, die vom erfolgreichen Wirken der Zisterzienser zeugt, entstand in ihrer jetzigen Form nach dem 30jährigen Krieg – dabei wurden Reste der Vorgängerbauten teilweise integriert. Nach der Säkularisation (1803) staatliche Domäne, werden die Gebäude seit dem Zweiten Weltkrieg als Jugend –und Erwachsenenbildungsstätte des Erzbistums Paderborn und als Landvolkshochschule genutzt.

[nggallery id=“6″]