Die ehemalige Zisterzienserabtei Marienfeld wurde 1185 gegründet. Nachdem das Kloster im Rahmen der Säkularisierung 1803 aufgelöst worden war, ging es in staatlichen Besitz über. Die ehemalige Klosterkirche wird heute als Pfarrkirche genutzt. Weitere Gebäude sind in Privatbesitz: Hier finden sich Wohnungen, Einrichtungen der Kirchengemeinde sowie das Hotel „Klosterpforte“. Die ehemaligen Klausurgebäude verfielen und wurden schließlich abgerissen.

Seit 2004 lebt wieder ein Benediktinermönch in Marienfeld und knüpft so an die monastische Tradition an. Nach zweijährigen Renovierungsarbeiten stehen seit Januar 2006 ein Gästebereich, ein Gebetsraum und ein Wohnbereich für die Mönchsgemeinschaft zur Verfügung. Der Kreuzgang ist neu eingerichtet worden und ein Klosterladen eröffnet.

Kloster Marienfeld
Klosterhof 13 · 33428 Harsewinkel-Marienfeld
Tel. (0 52 47) 92 79 60
www.kloster-marienfeld.de

Pfarrei St. Lucia Harsewinkel
Pfarrbüro Unbefleckte Empfängnis St. Marien Marienfeld
Klosterhof 14
33428 Harsewinkel-Marienfeld
Tel (0 52 47) 81 13
www.kirche-harsewinkel.de

Klostergarten
www.klostergarten-marienfeld.de

Geschichte

Herausragendes Zeugnis zisterziensischer Baukunst ist die Abteikirche – ein kreuzförmiger spätromanischer Bau, der als erster in Westfalen aus Ziegelsteinen gebaut wurde und dessen Architektur andere bedeutende Kirchbauten in der Region Westfalen und im Ostseeraum nachhaltig beeinflusst hat. Die Vierungspfeiler – später Vorbild für andere Kirchen – sind kreuzförmige Pfeiler mit vorgelegten Halbsäulen und eingestellten Runddiensten („Marienfelder Pfeiler“). Sehenswert ist vor allem das Innere der 1222 eingeweihten Kirche mit der Barockorgel, einem Werk des Lippstädters Johan Patrokulus Möller (1720–1769) sowie die Kreuzigungungsgruppe aus den späten 30er Jahren des 16. Jahrhunderts und die sogenannte Mondsichelmadonna aus der Zeit um 1545/50.

Das Abteigebäude wurde in den Jahren zwischen 1699 und 1702 im Barocken Stil errichtet. Es blieb nach der Säkularisation 1803 als einziges von dem großen Gebäudekomplex des Klosters erhalten und beherbergt das Hotel/Restaurant Klosterpforte.

Sehenswert ist auch der Garten, der  2002 nach mittelalterlichem Vorbild von Klostergärten neu angelegt wurde. Er ist Heimat für viele historische Kulturpflanzen wie Maulbeer, Quitte, Feige, Wein, Hopfen, Mammut, Ginkgo und Mimose sowie typische Klostergartenblumen wie Lilie, Rose und Veilchen. Die Gestaltung basiert auf den klassischen Elementen Zier- und Lustgarten (Erbauung), Kräuter- und Heilgarten (Medizin) sowie Obst-und Gemüsegarten (Versorgung).

Möglichkeiten | Angebote

Klosterkultur
heutige Nutzung geteilt –

  • Kath. Kirche
  • Kloster mit Benediktinermönchen
  • Hotelbetrieb
Gottesdienste katholisch
Führungen auf Anfrage
Veranstaltungen Regelmäßig Orgel- und Chorkonzerte sowie Konzertreihen zu thematischen Schwerpunkten
Möglichkeiten für Gruppen s. Hotel Klosterpforte mit Sporthotel
Klostertourismus
Gastronomie Auf dem Klostergelände
Parkmöglichkeit ja
ÖPNV-Anbindung Bus
Lokale Besonderheiten Kloster:

  • Unterbringungsmöglichkeit für Gäste
  • Mitarbeit im Klostergarten
  • Mönch auf Zeit – nach persönlichem Aufnahmegespräch

Bildergalerie