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Die heutige St. Stephanskirche der evangelisch-lutherischen Gemeinde von Vlotho gehörte vormals zum Zisterzienserinnen- und späteren Zisterzienserkloster Segental („Vallis benedictionis“). Die dicken Mauern der St. Stephanskirche blieben in der wechselvollen Geschichte des Klosters Segental, erbaut 1325, über die Zeit der Reformation und der Gründung der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde 1560 bis heute bewahrt.

St. Stephan
Gemeindebüro:
Lange Str. 108
32602 Vlotho
T 05733 2370

www.evangelisch-in-vlotho.de

www.kirchenkreis-vlotho.de

Geschichte

Die Vorgeschichte der heutigen St. Stephans-Kirche geht auf eine Klostergründung in Vlotho zurück. Heinrich Graf von Oldenburg übertrug im Jahre 1258 dem Zisterzienserorden die “Alte Burg”, die Wasserburg Schune, zur Errichtung eines Klosters. Dieser Orden entsandte Nonnen aus dem Kloster Leeden nach Vlotho. Am 16. März 1258 wurde das Kloster gegründet. Es erhielt den Namen “Segental”. Da das Gebäude aber in dem Überschwemmungsgebiet der Weser lag, wurde 1288 auf dem heutigen Kirchplatz eine neue Klosteranlage errichtet.

Die Klosterkirche wurde 1325 fertig gestellt und von Bischof Ludwig von Minden dem Heiligen Georg geweiht. Während der Mindener Fehde 1368 wurde die Stadt und das Kloster fast völlig zerstört. Nach dem Wiederaufbau der Kirche um 1430 bezogen Mönche aus dem Kloster Loccum das Kloster und blieben bis zur Reformation dort. Bedingt durch die Reformation bestand der Konvent 1533 nur noch aus vier Mönchen. Nach dem Tod des letzten Mönches 1560 wurden die Klostergüter vom Landesherrn eingezogen und das Kloster aufgelöst.

Die ehemalige Klosterkirche dient seitdem der lutherischen Gemeinde von Vlotho als St. Stephanskirche als Gotteshaus. 1659/60 wurde das südliche Schiff angefügt. Die zwei Schiffe gleicher Breite mit eigenen Giebeln, Längsdächern und Westeingängen sind mit bündiger Westfassade erbaut und im Inneren mit zwei Rundpfeilern verbunden worden. Das Kapitelhaus wurde als Schulhaus genutzt, ehe es 1654 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt wurde. Heute befindet sich darin ein Jugendheim. Geringe Teile des Kreuzgangs haben sich südöstlich der Stephanskirche erhalten.

Quellen: Evangelische Kirchengemeinde St. Stephan Vlotho; Wikipedia

Möglichkeiten | Angebote

Klosterkultur
heutige Nutzung Evangelische Kirche
Gottesdienste jeden 2. Sonntag 11 Uhr
Führungen auf Anfrage
Veranstaltungen Konzerte „Musik und Wort zur Marktzeit“ am 1. Samstag im Monat 10 Uhr
Klostertourismus
Gastronomie in Vlotho
Parkmöglichkeit ja
ÖPNV-Anbindung Bahn, Bus
Besichtigung/Eintritt auf Anfrage
Lokale Besonderheiten Barocke Ausstattung, Lage Vlothos am Weserufer und am Weserradweg

Bildergalerie