Ehem. Benediktinerabtei / Kongregation vom Leiden Jesu Christi (Passionisten)
sowie Konzertsaal der Kulturstiftung Marienmünster

Das 1128 von Benediktinermönchen gegründete Kloster ist heute Katholische Pfarrkirche. Von der ursprünglich im romanischen Stil erbauten Abteilirche sind heute lediglich Mittel- und Querschiff sowie der untere Teil des Vierungsturms erhalten. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche erheblich umgebaut und mit einer barocken Turmhaube ausgestattet. Im inneren der Kirche sind vor die allem mittelalterlichen Grabreliefs sehenswert, die laut Überlieferung den Stifter des Kloster und seinen Sohn darstellen sowie die umfangreiche barocke Ausstattung mit der Orgel von Johann Patroklus Möller (1736–1738). Von 1965 bis 2014 lebten in Marienmünster Passionisten. Sie betreuten seelsorgerlich die umliegenden Gemeinden. Der unter Nachwuchssorgen leidende Orden hat die Abtei Anfang September 2014 verlassen. Marienmünster ist heute zudem wegen des „Bildnisses der schmerzhaften Mutter Gottes“ anerkannter Wallfahrtsort.

Bis ins 20. Jahrhundert wurde die Domäne landwirtschaftlich genutzt. 2006 kam es zur Gründung der Kulturstiftung Marienmünster, die eine Umnutzung von Teilen des Landwirtschaftsbetrieb als öffentliche Begegnung- und Bildungsstätte mit musikalischem Schwerpunkt herbei führte.Mit dem Ausbau der Reisescheune, die Empfangs- und Büroräume sowie kleinere Tagungssäle enthalten wird, und dem Ausbau des Schafstalls zu einem weiteren  Konzert-, Theater- und Tagungssaal wird die öffentliche Begegnungsstätte vervollständigt.

Später sollen auch Übernachtungsräume für die Nutzer der Begegnungs- und Bildungsstätte geschaffen werden. Das Kloster ist offen  für Tagungen und Veranstaltungen, die von Vereinen, anderen Organisationen oder Privatpersonen durchgeführt werden. Die Nutzung soll der herausragenden Bedeutung dieses Ortes gerecht werden, in dem als kulturelle Begegnungsstätte vorwiegend Aktivitäten aus allen Bereichen der Musikpflege inbegriffen Forschung, Ausbildung, Fortbildung, Seminare und öffentliche Veranstaltungen ermöglicht werden. Ziel ist es, mit dieser neuen Nutzung den Erhalt der Gesamtanlage des Klosters langfristig sicherzustellen und dabei insbesondere auch seine baulichen und räumlichen Qualitäten, wie Geschlossenheit, Großzügigkeit und Ruhe, zu stärken.

Abtei-Kirche
Abtei · 37696 Marienmünster
Tel: (0 52 76) 1019

Kulturstiftung Marienmünster
(Konzertsaal)
Abtei 3 · 37696 Marienmünster
Telefon: (0 52 76) 98 98 29
kulturstiftung-marienmuenster.de

Gesellschaft der Musikfreunde (Veranstaltungsbetrieb)
Abtei 3 · 37696 Marienmünster
Tel. (0 52 31) 23 493

Klosterkultur
Gottesdienste katholisch (sonntags 9.30 Uhr)
Führungen auf Anfrage
Veranstaltungen Konzerte in der Abteikirche und im Konzertsaal der Kulturstiftung
Bildungsangebote/Tagungen Catering, Räumlichkeiten für Konzerte, private und Firmenfeiern sowie Proberäume für Chöre etc.
Kloster auf Zeit nein
Klostertourismus
Gastronomie
  1. Restaurant Hotel Klosterkrug : ständig
  2. Catering in der für Veranstaltungen ausgebauten Ackerscheune: im Bedarfsfall organisierbar
  3. Übernachtung im Klostergebäude: ggf. bei Seminaren angeboten.
Parkmöglichkeit ja
ÖPNV-Anbindung Bus
Besichtigung/Eintritt Öffnungszeiten:
Täglich 8:30 Uhr – 19:00 Uhr
Lokale Besonderheiten Kreuzweg im Wald, Kapelle und Aussichtsturm auf dem nahen Hungerberg
1128 Gründung (Benediktiner)
1803 säkularisiert (Aufhebung durch Preußen)

Die Sorge um sein Seelenheil und der Wunsch nach einer standesgemäßen Familiengrablege gaben wohl den Anstoß: 1128 stiftete Graf Widukind III. von Schwalenberg unterhalb seines Stammsitzes ein Benediktinerkloster, genannt Marienmünster. Als Gründungskonvent zogen Corveyer Mönche ein, die dort einen religiösen und kulturellen Mittelpunkt schufen – zugleich übernahmen sie die Seelsorge in den umliegenden Orten. Die heute noch weitgehend erhaltene barocke Klosteranlage mit der prachtvollen Abteikirche entstand nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges. 1803 säkularisiert, wurde das Kloster lange Zeit als Domäne genutzt. Mit den zwischen 1967 und 2014 dort ansässigen Passionisten-Patres zog für knapp fünf Jahrzehnte erneut mönchisches Leben ein, während die regelmäßig stattfindenden Musikveranstaltungen die kulturelle Tradition weiterführen.

Quellen:

  • Klosterregion Kulturland Kreis Höxter
    www.klosterregion.de
Bildimpressionen aus der Abtei Marienmünster