Die evangelische Marienkirche aus dem Jahr 1283 ist einer der frühesten gotischen Bauten in Westfalen. Sie gehört zur Weser-Nethe-Kirchengemeinde und wird für Gottesdienste nur unregelmäßig genutzt. Gelegentlich finden Konzerte statt.

Evangelische Weser-Nethe-Kirchengemeinde Höxter
Brüderstr. 9 · 3761 Höxter

T 052717586
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Geschichte

Die evangelische Marienkirche aus dem Jahr 1283 ist einer der frühesten gotischen Bauten in Westfalen. Unter den mittelalterlichen Kirchen und Kapellen Höxters nimmt die Marienkirche – früher zum Minoritenkloster gehörend – eine Sonderstellung ein, denn sie ist die einzige Ordenskirche der Stadt, die einzige rein gotische Kirche, und außerdem ist ihre bauliche Substanz – im Gegensatz zur in den Ursprüngen romanischen Kilianikirche Höxter – seit ihrer Entstehung unverändert geblieben. Bemerkenswert ist der aus zwei steinernen Baldachinen bestehende Lettner, der noch aus der Entstehungszeit der Kirche stammt. Er trennt den Chorraum vom Hauptschiff und bildete einst die Schranke zwischen Klerus und Laien.

Nach der Auflösung des Minoritenklosters im Jahr 1812 wurde die Kirche zum Zweck des Abbruchs versteigert, aber von einer Anzahl evangelischer Bürgerfamilien aufgekauft und dadurch vor der unmittelbaren Zerstörung gerettet. Im Jahr 1817 übernahm die Familie Klingemann aus Höxter die Kirche und nutzte sie als Lagerhaus, um sie so dauerhaft vor dem Abriss zu bewahren.

Im Jahre 1850 wurde die Marienkirche von der Evangelischen Kirchengemeinde Höxter erworben. Nach 1850 wurde sie wieder als Lagerraum verpachtet, so z. B. im Jahre 1898 für die ersten Ruderboote des Rudervereins Höxter.

Zu beginn der 1950er Jahre war es möglich,die Kirche von Grund auf zu renovieren und ab 1952 diente sie wieder gottesdienstlichen und anderen gemeindlichen Zwecken. In den 1980er Jahren wurden die alten Klostergebäude des ehemaligen Marien- oder Minoritenstifts saniert und zum Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Höxter umgebaut, das heute auch das Musikalische Zentrum Höxter beherbergt. In diesem Zusammenhang erfuhr auch die Kirche noch einmal eine gründliche Restaurierung, und bekam ihre heutige Innenausstattung.

Die Orgel wurde bei dieser Gelegenheit von Siegfried Sauer (Ottbergen) repariert, ergänzt und mit einem neuen, hoch aufstrebenden Gehäuse versehen. Sie war im Jahre 1950 von Rudolf von Beckerath Orgelbau (Hamburg) für die Evangelische Kirche Hamburg-Schnelsen erbaut worden und hatte seit 1961 in der Marienkirche auf einer Empore unterhalb des Westfensters gestanden.

Möglichkeiten | Angebote

Klosterkultur
heutige Nutzung Evangelische Kirche
Gottesdienste gelegentlich
Führungen auf Anfrage
Veranstaltungen Konzerte
Klostertourismus
Gastronomie  in Höxter
Parkmöglichkeit  eingeschränkt
ÖPNV-Anbindung  Bahn, Bus
Besichtigung/Eintritt  auf Anfrage
Lokale Besonderheiten  Lage in der Kernstadt von Höxter direkt an der Weser

Bildergalerie