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Ausstellungen

Latein. Tot oder lebendig!?

By 4. November 2021No Comments

So. 19., Februar 2022 bis So., 8. Januar 2023 | Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur

Totgesagte leben länger: Dass die Sprache Latein heute noch längst nicht am Ende ist, zeigt die große Sonderausstellung der Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur. Die Schau blickt auf die bewegte Geschichte einer vermeintlich toten Sprache und fragt nach ihrer heutigen Relevanz.

Von Cicero über Hildegard von Bingen und Erasmus von Rotterdam bis hin zu Papst Benedikt oder Asterix – anhand von zwölf Biografien veranschaulicht die Ausstellung „Latein. Tot oder lebendig!?“, welchen Stellenwert die „Muttersprache Europas“ für die europäische Bildungs- und Kulturgeschichte hat.

Über 200 Exponate, darunter Alltagsgegenstände aus der Antike, wertvolle mittelalterliche Handschriften sowie Objekte aus der aktuellen Populärkultur erzählen vom Aufstieg und Fall des Lateinischen. Auf insgesamt 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche führt die Schau durch 2.100 Jahre bewegte Sprachgeschichte. Besucherinnen und Besucher treffen auf alte Römer, progressive Prophetinnen, revolutionäre Entdecker, wegweisende Dichterinnen, widerspenstige Gallier und leidenschaftliche „Latin Lovers“.

Vom Anwalt zum Mörder? „Cui bono“ (lat.: Wem nützt es)? Der Redner, Philosoph und Anwalt Marcus Tullius Cicero (106–43 v. Chr.) stritt mit dieser Frage ab, sein Klient habe einen Mord begangen. Ungewollt wird der römische Staatsmann in der späteren Geschichte selbst zum vermeintlichen Mörder: Cicero perfektionierte das klassische Latein derart, dass es niemand mehr verändern wollte – ein Todesurteil für die antike Sprache? Diesen und anderen Fragen geht die Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur ab dem 19. Februar in der Sonderausstellung „Latein. Tot oder lebendig!?“ nach.