Das 1801 von aus Valsainte im Kanton Fribourg (Schweiz) geflohenen Mönchen gegründete Trappistenkloster diente als Schule und Internat für vorwiegend arme Kinder. Bereits drei Jahre später lösten die Mönche das Kloster auf. Heute wird das Anwesen als Bauernhof bewirtschaftet.

Kloster Marienanger an der Schülerstr.Das einzige Kloster in Detmold existierte von 1453 bis 1577. Heute ist nichts mehr von der spätgotischen Klosterkirche der Augustinerkanonessen oder den Klostergebäuden erhalten: sie wurden im Jahr 1832 abgebrochen.

Standort
Grundstück an der Ecke der heutigen Schüler-/Adolfstraße. bzw. Leopoldstraße 3 · 32756 Detmold

Von den Gebäuden des 1288 gegründeteten Augustinerklosters ist heute nichts mehr erhalten. Lediglich der Name „Brüderstraße“ erinnert an die Brüder des Augustinerordens und deren Kloster, das bis 1540 zwischen der Brüderstraße und dem Flusslauf der Bowerre stand. Nach Einführung der Reformation in Herford wurde das Kloster 1540 aufgelöst und die Augustinermönche übergaben es an die Stadt, die an der Stelle der früheren Kirche ein Gymnasium einrichtete. Kirche und Gebäude wurden um die Wende des 18./19. Jahrhunderts abgerissen. Der Abbruch des klassizistischen Gymnasialgebäudes von 1869/69 erfolgte in den 1970 Jahren. An dessen Stelle wurde ein Kaufhausneubau errichtet. Die Tradition der Lateinschule von 1540 wird heute vom Friedrichs-Gymnasium fortgeführt. Quellen:

Lemgo besaß vier Beginenhäuser: das Beginenhaus auf der Neustadt neben dem St. Marienkirchhof (1354 gegründet), das 1285 erstmals erwähnte Beginenhaus auf der Neustadt, das später mit den bei St. Johann und auf dem Rampendahl gelegenen Häusern vereinigt wurde. Von den Gebäuden ist heute nichts mehr vorhanden, sie wurden abgebrochen. Lediglich der Name „Beguinenstraße“ erinnert an das Wirken der Frauengemeinschaften.

1306 Gründung (Beginen)
1306-1556 1306-1556 Haus bei St. Johann vor den Mauern der Stadt; Beginenhaus im Rampendahl
1354-1556 Beginenhaus bei St. Nicolai in der Altstadt
1285-1940 Beginenhaus auf der Neustadt neben dem St. Marienkirchhof
1556 Zusammenlegung aller Häuser in den evang. Neustädter Beginenhof bei St. Marien (im 17. Jhd. als „Frauenversorgungsanstalt“ bezeichnet)
1940 Aufhebung als selbst. Stiftung 1940 und Zusammenschluss der Stiftungen St. Loyen, Waisenhaus und Cothmannsches Benefizium zur „Stiftung Kloster St. Loyen“

Quellen:

  • Geschichte der Kirchen, Pfarren, geistlichen Stiftungen und Geistlichen des Lippischen Landes 1881; Seite 394f.
  • Karl Hengst: Westfälisches Klosterbuch
Das Schwesternhaus Segenstal wurde im Jahr 1480 gegründet. Es war eine Niederlassung des Schwesternhauses am Rampendahl in Lemgo. Nachdem der Augustinerinnen-Konvent 1575 ausgestorben war, wurde das Kloster 1621 vom Paderborner Bischof aufgehoben. Kirche und Klostergebäude sind heute nicht mehr vorhanden. Quelle: Karl Hengst, Westfälisches Klosterbuch
Die Zeitspanne, die den Jesuiten in Minden vorbehalten war, war eine kurze. 1604 ließen sich Jesuitenmönche in der Stadt nieder. Der Konvent, der nie eigene Klostergebäude besaß, wurde bereits im Jahr 1634 durch schwediche Truppen vertrieben. Pläne, das Damenstifts St. Marien in ein Jesuitenkolleg umzuwandeln, kamen nicht zustande.
Nach der Ernennung des Paderborner Dompropsts Arnold von der Horst zum Fundator und Visitator kamen 1628 die ersten Kapuzinessen aus Köln nach Paderborn. Am Riemeketor (heute Neuhäuser Tor) bezogen sie 1629 einen Klosterneubau und lebten dort in strenger Klausur. Die Schwestern entstammten vornehmlich dem westfälischen Adel und den Beamtenfamilien des Hochstifts Paderborn. 1640 zählte der Konvent 20 Schwestern. Eine drohende Klosteraufhebung konnte 1641 abgewendet werden, 1657 bis 1659 entstanden die Kloster- und Kirchengebäude neu und wurden 1661 von den mittlerweile 27 Kapuzinessen bezogen. Die Kapuzinessen waren 1803 von der Säkularisation zwar nicht betroffen, allerdings verringerte sich die Schwesternzahl bis 1827 auf acht. Das Kloster wurde in ein Institut Barmherziger Schwestern umgewandelt. Nach Verlegung des Landeshospitals 1831 in das Kloster folgte 1833 die Klosteraufhebung.

In jüngerer Zeit diente das Hauptgebäude bis Ende 2013 als Krankenhaus (zuletzt Vincenz-Krankenhaus mit Spezialabteilungen). Ein Investor hat das Areal übernommen; es besteht Hoffnung, dass für die zukünftige Nutzung auch Belange des Denkmalschutzes berücksichtigt werden.
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