Das adelige Damenstift Heerse wurde um 868 in Neuenheerse gegründet und 1810 aufgehoben. Die Stiftskirche mit der Lambertuskapelle, das Abteigebäude und mehrere Kurien der Stiftsdamen sind bis heute erhalten. Als Sitz der Äbtissin ließ Ottilia von Fürstenberg im Jahr 1599 ein neues Gebäude errichten, das heutige Wasserschloss Heerse. Die ehemalige Stiftskirche St. Saturnina dient heute als Pfarrkirche.

Kulturstiftung Generalhonorarkonsul Manfred O. Schroeder und Helga Schroeder
Wasserschloss-Neuenheerse
Stiftsstr. 2
33014 Bad Driburg-Neuenheersee
Tel.: 05259-930333
www.wasserschloss-neuenheerse.de

E-Mail: kulturstiftung-schroeder@t-online.de

Klosterkultur
Gottesdienste nein
Führungen täglich Führungen nach Anmeldung
Bildungsangebote/Tagungen im Rahmen eines begleitenden Programms zur Fortbildung besteht die Möglichkeit, im Wasserschloss Seminare, Tagungen etc., auch in eigener Organisation und Regie durchzuführen. Aufenthaltsraum und Vortragssäle sind vorhanden.
Kloster auf Zeit nein
Klostertourismus
Gastronomie in unmittelbarer Umgebung
Parkmöglichkeit ja
ÖPNV-Anbindung Bus, Bahn (Altenbeken, Willebadessen)
Besichtigung/Eintritt Öffnungszeiten: von April-Oktober jeden Samstag 14.00 Uhr öffentliche Führungen ohne Anmeldung
Erwachsene 8,00 € Kinder 6-14 J. 5,00 € Kinder unter 6 J. frei
Gruppenführung ganzjährig nach Absprache
4-10 Pers. 8,00 €/Pers. ab 10 Pers. 7,00 €/Pers. Kinder s.o.
Schulklassen/ Kindergärten bis 20 Pers. 50,00 € (mehr Pers. Preis nach Absprache)
Lokale Besonderheiten Internationales Museum für Naturkunde, Ethnographisches Museum – Völkerkunde,
Museum für Europäisches Kulturgut, ehem. Gesamtdeutsches Heimatmuseum,
umfangreiche Ausstellung über Jagdsitten und Jagdkultur, Dokumentation der ehem. kaiserlichen Kolonialzeit, Sammlung zur Preußischen GeschichteDie benachbarte Stiftkirche St. Saturnina gehörte bis zur Säkularisation zum selben Klosterkomplex.
868 Gründung des Damenstiftes
871 Kaiser Ludwig der Deutsche stellt das Stift unter die Schirmherrschaft des Reiches (Umbenennung in „Kaiserliches Freiweltliches Hochadeliges Damenstift Heerse“)
1599 Errichtung des Abteigebäudes, des heutigen Wasserschlosses
1810 Aufhebung und Privatisierung
ab 1989 Umgestaltung zum Museum
seit 2007 Kulturstiftung

Bis 1495 kamen die Äbtissinnen aus hochadeligen gräflichen Familien. Ebenso waren die Stiftsstellen bis etwa 1450 dem hohen Adel und danach bis zur Aufhebung (1810) dem Adel vorbehalten.

Alle Versuche seitens der Paderborner Bischöfe, die Stiftsdamen zur Übernahme einer Klosterregel zu bewegen, schlugen fehl – die Damen behielten die Form eines Kanonissenstifts bei. Ebensowenig hatte die Reformation Auswirkungen auf die Lebensweise der Stiftsdamen.

1803, nach dem Übergang des Fürstbistums Paderborn an Preußen, wurde das Stift in eine gemischt konfessionelle Einrichtung zur Versorgung „bedürftiger Fräuleins“ umgewandelt. 1810 wurde es aufgehoben.

Nach der der Säkularisierung wurde die Stiftskirche Pfarrkirche der katholischen Kirchegemeinde Bad Driburg-Neuenheerse (St. Saturnia). Das Abteigebäude wird heute von den Missionaren vom Kostbaren Blut genutzt. Sie gründeten 1956 auf dem Gelände des ehemaligen Stifts ein Gymnasium. Im Äbtissinnengebäude (Wasserschloss) befindet sich  heute ein privates Museum mit umfangreichen Sammlungen.

Quellen:

  • Internetseiten des Wasserschlosses Heerse: www.wasserschloss-neuenheerse.de
  • Flyer „Wasserschloss Heerse A. D. 1599“