Die Barmherzigen Schwestern vom hl. Vincenz von Paul zu Paderborn (Paderborner Vinzentinerinnen) ist eine Genossenschaft päpstlichen Rechts (1915), gegründet 1841 vom Paderborner Bischof Friedrich Clemens Freiherr von Ledebur zur Pflege der Kranken und zur Betreuung der Armen der Stadt und des Bistums Paderborn.

Heute gehören der Gemeinschaft rund 263 Schwestern in 13 Niederlassungen an, die mehrere soziale Einrichtungen unterhalten. So ist die Gemeinschaft Trägerin des Vincenz-Krankenhauses in Paderborn mit seinen zwei Betriebsstätten. Hier arbeiten Schwestern in der Seelsorge, als Patientenbegleiterinnen und in der Geschäftsführung. Außerdem sind sie tätig in der Hospizarbeit, der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Zudem engagieren sich Barmherzige Schwestern aus dem Paderborner Mutterhaus seit 1885 in der Behindertenarbeit des St. Johannesstifts in Ershausen.

Die Spiritualität der Gemeinschaft lässt sich zusammenfassen im Wort „Barmherzigkeit“. Barmherzigkeit meint mehr als ein vages Mitgefühl. Sie ist nimmermüde Kraft der Vergebung, mütterliche Geduld mit Schwäche und Armseligkeit, nicht zu erschütterndes Vertrauen in das Gute und Ermutigung zu immer neuem Anfang. Barmherzigkeit schützt das Leben, und wo es verwundet ist, bringt sie Heilung.

Ihren Namen „Barmherzige Schwestern“ tragen die Ordensfrauen als eine stete Mahnung, Christi erbarmende Liebe in dieser Welt sichtbar zu machen. Menschliche Kraft vermag das nicht, noch menschliche Klugheit. Wohl aber der Glaube und das Vertrauen in die göttliche Gnade, die in der Schwachheit ihre Kraft erweist (vgl. 2 Kor 12,9).

Als Gemeinschaft, die den Dienst am Nächsten und den Dienst für Gott verbinden möchte, sehen sie auch eine wichtige Aufgabe darin, die Nöte unserer Zeit und die Nöte der Menschen im Gebet vor Gott zu tragen.

Kongregation der Barmherzigen Schwestern
vom Hl. Vincenz von Paul
Am Busdorf 4
33098 Paderborn
Telefon: 05251 – 102 – 0
info@barmherzige-schwestern.de
http://www.barmherzige-schwestern.de


Klosterkultur
Gottesdienste werktags:
6.20 Uhr: Laudes/Eucharistiefeier
18.00 Uhr: Vespersonn- und feiertags:
7.30 Uhr: Laudes
8.00 Uhr: Eucharistiefeier
18.00 Uhr: Vesper
Führungen auf Anfrage
Angebote Geistliche Begleitung
Exerzitienbegleitung
Tage im Kloster
Oasen- und Einkehrtage
Nachdem die Bemühungen des Paderborner Bischofs Friedrich Clemens von Ledebur gescheitert waren, Barmherzige Schwestern zur Betreuung eines Armenkrankenhauses zu bekommen, entschloss dieser sich, eine eigenes Institut zu gründen, und schickte daher Paderborner Kandidatinnen zur Ausbildung in das Straßburger Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul. Die ersten Schwestern kehrten im Frühjahr 1841 zurück und Bischof Ledebur errichtete am 25. März 1841 die Genossenschaft, die schnell Zulauf fand. Schon im November 1841 konnte in Geseke die erste Filiale übernommen werden. 1857 ging aus der Paderborner Gemeinschaft die Kongregation in Hildesheim hervor. 1915 approbierte Papst Benedikt XV. die Konstitutionen und die Kongregation wurde endgültig päpstlichen Rechts (Decretum Laudis 1872).