Von der ursprünglichen Kirche, einem achteckigen Zentralbau mit vier kreuzförmig angebauten Flügeln nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem, ist nur wenig erhalten.  Der Bau lag etwas östlich der heutigen Kirche: seine Eingangshalle und die beiden Rundtürme, die einst die Westfassade flankierten, bilden den Chor des heutigen Baus. Die Kirche wurde 1289 durch einen Brand zerstört und um die Wende zum 14. Jahrhundert wieder aufgebaut; das heute bestehende dreischiffige Langhaus stammt aus dieser Bauepoche. Der Ausbau des Westturms und des Seitenschiffes erfolgte in der Spätgotik. Der untere Teil des großen Turms im Westen stammt aus dem 12. Jahrhundert, das dritte Geschoss und der Giebel stammen aus der Gotik; der Turm wurde 1629 in seiner heutigen Form mit dem heutigen Dachabschluss umgebaut. Die Vorhalle mit dem barocken Portal wurde 1667 von Ambrosius von Oelde während der Amtszeit von Bischof Ferdinand von Fürstenberg erbaut. 1984 wurde die Ausmalung im Langhaus wieder durch die ursprüngliche Farbigkeit ersetzt. Neben dem Bau steht ein romanischer Kreuzgang aus der Zeit um 1180, der sogenannte Pürting (westfälisch, abgeleitet von lateinisch Porticus, Vorhalle).

Die Busdorfkirche gehört zur katholischen Innenstadt-Pfarrei St. Liborius. Teilbestände der Ausstattung werden im Diözesanmuseum Paderborn gezeigt.

Busdorf-Kirche St. Andreas
Am Busdorf · 33098 Paderborn

Kath. Innenstadtpfarrei St. Liborius
Domplatz 4 · 33098 Paderborn
Tel. (0 52 51) 23 55 4

www.liborius-paderborn.de

Klosterkultur  
Gottesdienste katholisch 

  • So. 8.30 und 10.30
  • Di. 15.00
  • Do., Fr. 8.30
Führungen auf Anfrage
Veranstaltungen kath. Gemeindeleben, Kirchenmusik
Klostertourismus  
sehenswert gotische Kirche, romanischer Kreuzgang (sog. Pürting)
Parkmöglichkeit ja
Gastronomie in der Innenstadt von Paderborn 

Modernes Hotel „Aspethera“ im Kolping-Verbund direkt neben der Kirche

ÖPNV-Anbindung Bahn, Bus
Besichtigung/Eintritt auf Anfrage und zu den Gottesdienstzeiten
Lokale Besonderheiten Lage in der Innenstadt von Paderborn, neben einem von Vinzentinerinnen geführten Krankenhaus 

Der Pürting ist ein beliebter „Schleichweg“ für Fußgänger

1034 Stiftung durch Bischof Meinwerk von Paderborn
1803 Aufhebung im Zuge der Säkularisation

Um das Jahr 1033 wurde auf Veranlassung Bischof Meinwerks von Paderborn auf dem sog. Busdorf eine Kirche nach dem Vorbild der Grabeskirche Jerusalem errichtet. Er ließ sie für das von ihm gegründete Kollegiatstift  St. Petrus und Andreas bauen und weihte es im Jahre 1036 kurz vor seinem Tod, noch vor seiner Fertigstellung, im Beisein von Kaiser Konrad II. Es wurde mit reichhaltigem Besitz und Zehntrechten ausgestattet. Erster Abt war Wino von Helmarshausen. Die Umgebung des Busdorfstiftes war Immunitätsbereich, in dem – wie auch in der Domfreiheit – die städtische Gerichtsbarkeit nicht galt. Das Stift übernahm auch die Pfarrei für das Busdorf, den namengebenden Siedlungsbereich östlich der Stadtmauer. Der Standort erklärt sich nach der Vita Bischof Meinwerks aus dessen bestreben, den Dom nach allen vier Himmelsrichtungen mit einem Kreuz aus Kirchen zu umgeben.

Während der Reformation blieb das Stift katholisch, trotz der Hinwendung einiger Busdorfer Pfarrer zur lutheranischen Lehre. Im Zuge der Säkularisation 1803–1806 wurde das Stift aufgelöst; die Kirche wurde Pfarrkirche.

Textquelle: Wikipedia