Hoch über den Quellgebieten der Pader erhebt sich die doppeltürmige Abdinghofkirche. Bis zur Säkularisation 1803 war sie die Abteikirche eines Benediktinerklosters. Ihre Gründung im Jahr 1016 geht auf Bischof Meinwerk von Paderborn zurück. Das Klostergebäude wurde nach starken Kriegsbeschädigungen abgerissen. Lediglich zwei Flügel des Kreuzgangs sind als Tiefgeschosse in das heutige Gebäude der Stadtverwaltung integriert und werden heute als Ausstellungsräume der städtischen Galerie genutzt, sind daher also zu besichtigen.

Ev. Luth. Kirchengemeinde Paderborn

Am Abdinghof 9 · 33098 Paderborn

Tel. (0 52 51) 23 960

www.abdinghof.de

Klosterkultur
Gottesdienste keine aktives Kloster  evangelisch, Hauptgottesdienst Sonntags 10.00 Uhr
Führungen auf Anfrage
Veranstaltungen eigenes kirchenmusikalisches Programm mit Chor- Instrumental- und Orgelkonzerten
Klostertourismus
sehenswert Krypta, Abtskapelle, Westwerk-Fassade, zwei erhaltene Flügel des ehem. Kreuzgangs (heute Städtische Galerie über Museumseingang erreichbar)
Gastronomie in unmittelbarer Umgebung in der Innenstadt
Übernachtung Hotels in der Innenstadt
Parkmöglichkeit Platz- und zeitbegrenzt
ÖPNV-Anbindung Bus, Bahn
Besichtigung „Geöffnete Kirche“: täglich 10 bis 18 Uhr
Lokale Besonderheiten Lage in der Innenstadt von Paderborn auf einem Plateau oberhalb der 200 Paderquellen
1016 Grundsteinlegung für das Benediktinerkloster durch Bischof Meinwerk von Paderborn
1031 Weihe der Klosterkirche
1036 Beisetzung Bischof Meinwerks in der Krypta
1803 Auflösung der Abtei und Fremdnutzung im Zuge der Säkularisation
1871 Evangelische Kirche
1945–1951 Zerstörung im 2. Weltkrieg und WiederaufbauAbriss der Klostergebäude (bis auf 3 Flügel des Kreuzgangs, die heute durch die Städtische Galerie genutzt werden bzw. über denen die heutige Stadtverwaltung gebaut ist.

Hoch über den Quellgebieten der Pader erhebt sich die doppeltürmige Abdinghofkirche. Bis zur Säkularisation 1803 war sie die Abteikirche eines Benediktinerklosters.
Ihre Gründung geht auf Bischof Meinwerk von Paderborn zurück. 1016 konnte der Grundstein für das Kloster gelegt werden. 1031 fand die feierliche Weihe der Klosterkirche durch Bischof Meinwerk statt.
Nach seinem Tod wurde Bischof Meinwerk in der Krypta der Abdinghofkirche, die er zu seiner Grablege bestimmt hatte, beigesetzt . Die Gebeine ruhen heute in der Busdorfkirche in einem versiegelten Bleibehältnis im alten Steinsarkophag aus der Krypta der Abdinghofkirche.

Die Abtei wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Die Klostergebäude dienten dann dem preußischen Infanterie-Regiment „Friedrich von Hessen“. In der Kirche wurde mit dem Feldprediger Helm 1803 erstmals evangelischer Gottesdienst gefeiert.
Aus dieser Zeit ist ein Abendmahlskelch erhalten, der noch heute in der Abdinghofkirche bei Abendmahlsfeiern in Gebrauch ist.
Später (1806) wurde die Kirche als Futtermagazin und Pferdestall durch napoleonische Truppen zweckentfremdet. Nach langjährigen Bemühen der evangelischen Gemeinde wurde ihr die Abdinghofkirche durch preussische Kabinettsorder Friedrich Wilhelm III. übergeben.

1945 wurde die Kirche bei einem Angirff stark zerstört. Am 17. März 1951 konnte sie dank des großen Engagements der Gemeindeglieder und vieler Förderer wieder eingeweiht werden.

Quellen:

  • www.abdinghof.de
  • Fotos: onebreaker.de
Verschiedene Ansichten der Abdinghofkirche