Das Johannisstift wurde um 1200 vom Mindener Bischof Dietmar von Stromberg und vom Mindener Domherrn Ramward gegründet. Nach Bestätigung der Gründung durch den Papst im Jahr 1211 wurde mit dem Bau der Johanniskirche begonnen. Das Stift existierte bis ins Jahr 1810. Während die Stiftsgebäude verkauft wurden, blieb die Kirche in Staatsbesitz, wurde mehrmals umgebaut und unter anderem vom Militär als Zeughaus genutzt. Ab 1945 fungierte das Kirchegebäude als Notkirche für sie Domgemeinde. Nachdem dem Wiederaufbaus des Domes 1956 stand die Kirche bis in die 1970er Jahre leer. Nach umfangreichen Restaurierungs- und Umbaumaßnahmen ist dort heute das Bürgerzentrum Johanniskirchhof („Kulturzentrum BÜZ“) ansässig.

Kulturzentrum BÜZ
Verein für Kultur & Kommunikation e.V.
Seidenbeutel 1, 32423 Minden
Bürgerzentrum Johanniskirchhof,
Johanniskirchhof, 32423 Minden

http://www.buezminden.de

Ifragem mit original Google-Maps Code
Klosterkultur
Gottesdienste nein
Führungen nein
Veranstaltungen umfangreiches Kulturprogramm (Konzert, Kabarett, Tanzen, Literatur u. a.)
Klostertourismus
direkte Parkmöglichkeit ja
ÖPNV-Anbindung Bus, Bahn
um 1200 gründen Bischof Thietmar von Minden und Domprobst Rammwall das Johannisstift.
 

 

 

 

 

1211 bestätigt Papst Innozenz III. die Gründung und nimmt das Stift unter seinen Schutz. Die Arbeiten an der Johanniskirche beginnen.1529 Reformation: Einführung des evangelischen Gottesdienstes.

1810 hebt  ein Regierungserlaß das Stift auf. Die Kirche und 15 Häuser gehen an den Staat.

1816 Um die Jahrhundertwende, vom 18. bis zum 19. Jahrhundert werden die großen Seitenschiffe und das Querhaus abgebrochen, damit Pferdegespanne besser in die Kirche gelangen. Mehrmals wird die Johanniskirche im Laufe der Zeit umgebaut und dient dem Militär bis 1945.

1945 die Kirche wird als Notkirche für die Domgemeinde wieder eingeweiht.

1956 Nach dem Wiederaufbau des zerstörten Doms steht die Johanniskirche fast 26 Jahre leer.

1973 gründet sich die Projektgruppe Johanniskirchhof (Projoki), die anfangs nicht die Kirche, sondern ein Nachbarhaus fördert.

1983 übernimmt ein Teil dieser Initiative, der Verein für Kultur und Kommunikation e.V., die Kirche von der Stadt und eröffnet das Bürgerzentrum Johanniskirchhof, kurz: BÜZ. Seit einigen Jahren umbenannt in „Kulturzentrum BÜZ“.

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Quellen:
Karl Hengst: Westfälisches Klosterbuch,
Internetseiten des Verein für Kultur & Kommunikation e.V.: www.buezminden.de