1011 gründete Äbtissin Godesti jenseits der Stadtmauer einen Tochterkonvent des Reichsstiftes: Das Stift auf dem Berge, in dem Töchter des niederen Adels lebten, denen der Zugang zum hochadeligen Pussinnen-Stift in der Herforder Innenestadt verwehrt blieb. Noch heute heißt dieser Stadtteil „Stiftberg“. Die Geschichte der Marienkirche ist eng mit der Legende der „Herforder Vision“ aus dem 10. Jahrhundert verknüpft.

Evang.-Luth. Marien-Kirchengemeinde Stift Berg
Stiftbergstraße 33 · 32049 Herford
Tel. (0 52 21) 98 37 13

www.marienkirche-herford.de

Klosterkultur
Gottesdienste evangelisch
Führungen auf Anfrage
Veranstaltungen Kirchenmusik
Klostertourismus
ÖPNV-Anbindung Bus, Bahn
Besichtigung/Eintritt Eintritt frei, geöffnet Mo. – Fr. 15.00 bis 17.00 Uhr und zu Gottesdiensten
Lokale Besonderheiten Unmittelbar an der Kirche liegt der einzige in Herford erhaltene historische Kirchhof.
1011 Gründung als Stift für Töchter des niederen Adels
1547 Umwandlung in evang. Damenstift
1810 Aufhebung

Die Marienkirche wurde im Jahr 1011 im frühromanischen Stil erbaut. Der hochgotischen Ausbau mit seinem fast quadratischen Grundriss, dessen Stil die Kirche bis heute prägt, erfolgte in den Jahren von1290 bis 1350. Die Reste der romanischen Wände, die in den Neubau integriert wurden, sind noch deutlich zu erkennen.Von außen betrachtet zeigt die Marienkirche den typisch blockartig-monumentalen Baukörper der westfälischen Hallenkirche, aus dem nach Osten der Chor, nach Westen der Turm herausspringen. Strebepfeiler und Maßwerkfenster gliedern die Wände, Giebel der Quersatteldächer des Langhauses sind mit Fialen und Maßwerkkreuzen geschmückt. Der dreigliedrige, gotischer Ziergiebel gilt als reichster Mariengiebel Westfalens. Zu ihrer Ausstattung gehört unter anderem ein spätgotisches Tabernakel, das von einem dreitürmigen Baldachin bekrönt wird.

Quellen:

  • Rainer Pape: Sancta Herfordia
  • www.marienkirche-herford.de