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Im Zentrum der Kirchen- und Klosterstadt „sancta herfordia“ liegt die Münsterkirche. Die spätromanische Hallenkirche, die größte in Westfalen, wurde zwischen 1220 und 1250 erbaut. Sie ist heute evangelisch-lutherische Pfarrkirche und kirchenmusikalisches Zentrum. Einige Zeugnisse erinnern an das um 789 als erster Frauenkonvent im sächsischen Missionsgebiet gegründete Stift mit engen Verbindungen zu Corvey.

Herforder Münster
Ev.-Luth. Kirchengemeindebüro Herford-Mitte
Münsterkirchplatz 5, 32052 Herford
Tel: 05221-15819
http://www.kirchenmusik-im-herforder-muenster.de
http://www.herfordmitte.de


Klosterkultur
Gottesdienste evangelisch | sonntags 10 Uhr

Traditioneller Predigtgottesdienst nach lutherischer Liturgie, begleitet von der großen Münsterorgel.
Regelmäßig singt der Münsterchor oder spielt der Posaunenchor.
Abendmahl am 2. Sonntag im Monat.

Frühandachten in der Adventszeit und der Passionszeit
In Stille und Gebet den Tag beginnen.
Dienstags von 6.30 bis 7.00 Uhr in der Taufkapelle der Münsterkirche.
Zwischen Aschermittwoch und Dienstag vor Ostern (Karwoche) und sechs Wochen vor Weihnachten.
Anschließend Einladung zum gemeinsamen Frühstück im Gemeindehaus am Münster.

Führungen für Gruppen auf Anfrage
Veranstaltungen Konzerte, Ausstellungen („Offene Kirche“)
Sehenswert
Klostertourismus
Gastronomie Im Stadtgebiet von Herford
Parkmöglichkeit ja
ÖPNV-Anbindung Bus, Bahn
Besichtigung

Das um das Jahr 789 gegründete Stift ist das älteste Frauenkonvent im Herzogtum Sachsen. Unter Kaiser Ludwig dem Frommen wurde das es etwa parallel zur Gründung Corveys 823 zur Reichsabtei erhoben – der Kaiser verlieh im Immunität und reichen Besitz. 851 wurde es von aller weltlichen Gerichtsbarkeit befreit. Durch die Überführung der Gebeine der heiligen Pusinna gewann es erhebliche geistige Bedeutung. Die Urenkelin des Sachsenherzogs Widukind und spätere Gemahlin König Heinrichs I., Mathilde, wurde hier erzogen. Mathilde wurde die Stammmutter der mittelalterlichen Könige und Kaiser.

Herford erhielt 868 freie Äbtissinnenwahl, wurde 887 unmittelbar dem Papst unterstellt und war seit 1147 reichsunmittelbar. 926 wurde das Stift bei einem Ungarneinfall zerstört. Nach dem Wiederaufbau im Jahr 973 bestätigte Otto II. dem Stift seine Immunitätsrechte und Privilegien. Nach der Reformation wurde das Kanonissenstift ein freiweltliches adeliges Stift für evangelische Damen.

1802 wurde das Reichsstift von Brandenburg-Preußen säkularisiert und 1803 der zu Preußen gehörenden Grafschaft Ravensberg zugeschlagen. 1804 wurde das Stift in ein Kollegiat für Männer umgewandelt und 1810 endgültig aufgelöst. Die Abteikirche („Münsterkirche“) blieb ab 1802 auf ihre Funktion als evangelische Stadtpfarrkirche beschränkt. Das Abteigebäude wurde zur Fabrik zur Herstellung von Baumwollgarn. 1913 bis 1917 wurde an der Stelle der Abtei ein Rathaus im neobarocken Stil errichtet.

Die Abtei und ihr Gebiet lagen im heutigen Zentrum Herfords. Das ehemalige Frauenstift erstreckte sich vom Alten Markt über das Terrain des heutigen Rathauses bis zum Stephansplatz an der Straße „Auf der Freiheit“. Das Herforder Münster ist die älteste und größte Kirche in Herford. Die spätromanische Hallenkirche wurde zwischen 1220 und 1250 erbaut. Sie ist der erste Großbau einer Hallenkirche in Deutschland und heute die größte Hallenkirche in Westfalen. Sie ist heute evangelisch-lutherische Pfarrkirche.

Quellen:

  • Internetseiten des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen: www.archive.nrw.de
  • Internetseiten Wikipedia
  • Internetseiten des LWL: www.lwl.org
  • Internetseiten der Kirchengemeinde Herford-Mitte: www.herfordmitte.de/

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