Das heutige Schloss bzw. die ehemalige Abtei sind als Baudenkmal, Museum, und Veranstaltungsort kultureller Mittelpunkt der Region. Bauhistorisch sind das karolingische Westwerk aus dem 9. Jahrhundert sowie die barocke Kirche aus dem 17. Jahrhundert von herrausragender Bedeutung. Auf dem angrenzenden Friedhof befindet sich das Grab des Dichters der Deutschen Nationalhymne, Hoffmann von Fallersleben.

Im Innern des Schlosses sind neben dem prächtigen Kaisersaal die historischen Prunk- und Wohnräume aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu besichtigen.

Die Fürstliche Bibliothek bewahrt in 15 Sälen, ausgestattet mit prachtvollen Bücherschränken des Spätklassizismus und des Biedermeier , ca. 75.000 Bände auf. Sie zählt zu den bedeutendsten noch existierenden Privatbibliotheken.

(Quelle: schloss-corvey.de)

Welterbe Westwerk Corvey
welterbewestwerkcorvey.de

Pastoralverbund Höxter
(für die Prarrkirche St. Stephanus und Vitus)
Pfarramt St. Nikolai
Marktstrasse 21 · 37671 Höxter
Tel. (0 52 71) 75 14
www.pv-hx.de

Schloss Corvey
Kulturkreis Höxter-Corvey gGmbH
Schloss Corvey · 37671 Höxter
Tel. (0 52 71) 69 40 10
corvey.de

Klosterkultur  
Gottesdienste katholisch, nur in den Sommermonaten
Führungen ja
Veranstaltungen Corveyer Musikwochen u. a.
Besucherprogramme Veranstaltungskalender etc.
Bildungsangebote/Tagungen ja
Kloster auf Zeit Corvey ist kein aktives Kloster mehr
Klostertourismus  
sehenswert siehe Text oben
Gastronomie ja
Übernachtung nein
Klosterladen/Kiosk ja
Parkmöglichkeit ja
ÖPNV-Anbindung Bus, Schiffsanleger
Besichtigung/Eintritt Öffnungszeiten:

  • Mai bis September : tägl. von 10:00-18:00 Uhr
  • April und Oktober : montags geschlossen
  • November bis März: geschlossen
Lokale Besonderheiten Weser-Radweg und Schiffshaltestelle
816 Gründung in Hethis (Solling)
822 Verlegung des Konvents an die Weser
1807 säkularisiert
   
   
   

Um 816 gründeten Benediktinermönche des nordfranzösischen Klosters Corbie eine Ordensniederlassung in Hethis, jenem sagenumrankten Ort im Solling, der bislang nicht zu lokalisieren ist. Angesichts ungünstiger Siedlungsbedingungen verlegten die Mönche ihren Konvent 822 in die Weseraue. Das Land stellte Kaiser Ludwig der Fromme zur Verfügung, der das Kloster mit Privilegien und weiterem Grundbesitz großzügig ausstattete.

Durch weit reichende Missionsarbeit, stetige Besitzvermehrung sowie die intensive Pflege von Wissenschaft und Kunst entwickelte sich Nova Corbeia – das Neue Corbie – in der Folgezeit zu einem geistigen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum, das weit über die Region hinaus strahlte.

Seit der Überführung der Reliquien des hl. Vitus (836) war Corvey zudem ein bedeutender Wallfahrtsort. Ausgelöst durch Misswirtschaft, Kriege und den Verfall klösterlicher Sitten setzte jedoch gegen Ende des 10. Jahrhunderts ein kontinuierlicher Niedergang ein – daran änderte auch die Erhebung zur Fürstabtei (1220) nichts. Im 30jährigen Krieg wurde das Kloster bis auf das karolingische Westwerk weitgehend zerstört. Beim Wiederaufbau entstanden ab 1667 die barocke Anlage, die in Ausmaß und Gestaltung eher einem Schloss glich, und die im gleichen Stil errichtete Abteikirche mit ihrer prächtigen Innenausstattung. Seit 1792 Fürstbistum, wurde Corvey im Zuge der Säkularisation (1803) ein weltliches Fürstentum, dessen Territorium 1840, nach mehreren Herrschaftswechseln, an das Fürstliche Haus von Ratibor und Corvey fiel. Die Familie ist nach wie vor Eigentümerin des Schlosses und der dazu gehörigen Besitzungen.

Bildergalerie

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