Im Jahre 1491 gründeten Augustinerinnen in der Bielefelder Altstadt das Schwesternhaus „Zum Mariental“. Die „Süstern“, niederdeutsch für Schwestern, errichteten Klostergebäude sowie eine Kirche. Die Süsterkirche des ehemaligen Klosters ist heute die Pfarrkirche der evangelisch-reformierten Gemeinde. Von den Klostergebäuden blieb das Haus „Süsterplatz 2“ erhalten. Es dient heute als Pfarrhaus.

Gemeindeamt
Süsterplatz · 33602 Bielefeld
Tel. (0521)  68 248
www.reformiert-bi.de
Klosterkultur
Gottesdienste evangelisch
Führungen auf Anfrage
Veranstaltungen Kirchenmusik
Klostertourismus
Parkmöglichkeit Citylage – Parken in Parkhäusern möglich
ÖPNV-Anbindung Bahn, Straßenbahn
Besichtigung/Eintritt auf Anfrage
Lokale Besonderheiten Lage inmitten urbanen Altstadt-Flairs
1491 Gründung (Augustinerschwestern)
1616 Übergabe an die Stadt
1657 Gründung der Evangelisch-reformierten Gemeinde
1671 die Kirche geht als Schenkung durch den Kurfürsten in den Besitz der Gemeinde über

Der Bau der Süsterkirche geht auf die Gründung des Klosters Mariental durch Augustinerschwestern im Jahre 1491 zurück.

Nach Einführung der Reformation in Bielefeld 1542 verfielen Kirche und Klostergebäude allmählich. Im Jahr 1616 wurde das Kloster an die Stadt Bielefeld übergeben. Nachdem 1657 die evangelisch-reformierte Gemeinde gegründet worden war, ging die Kirche 1671 als Schenkung durch den Kurfürsten in den Besitz der Gemeinde über. Weil die wachsende reformierte Gemeinde eine größere Kirche benötigte, wurde sie 1891/92 durch den Chorraum und ein Querschiff in neogotischem Stil erweitert. Bereits 1861 war der 27 Meter hohe Westturm errichtet worden.

Im Inneren der Südterkirche finden sich bemerkenswerte Schnitzereien an der Orgelempore und an den Schranken, die die Bankreihen des Längsschiffes zum Querschiff hin abschließen.   Weitere Besonderheiten stellen der typisch reformierte Abendmahlstisch und die silberne Taufschale (statt Taufbecken) aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts dar.

Quellen:

  • Dr. Karl-Christoph Flick: www.reformiert-bi.de